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Oberbayern

Janeway an Chakotey:
 
Du bist weiter in der Klinik und folgst dem Therapieplan und dem Tagesablauf dort, um deine Schulter wieder flott zu machen,  ich bin wieder daheim … und da liegen Welten zwischen und die Kluft wird jeden Tag größer werden. Noch kann ich nachvollziehen, wie du durch deinen Tag gehst, ich kenn die Leute noch, mit denen du deine Zeit verbringst und verfolge deine Therapie und deine Freizeitgestaltung, soweit du mich teilnehmen lässt. Aber schon am ersten Tag daheim wandelt sich Erlebtes in Erinnerung und das „Nachfühlen“ verklingt. Ist das nicht schade?

Aber nach dem Nachfühlen kommt das Nachdenken und es gibt viel zum Denken. Es tut mir nichts leid, keine Minute mit dir möchte ich missen und ich wünschte wir hätten noch 100 Nächte und Tage  mehr miteinanderverbringen können, damit wir uns hätten kennen lernen können.

Wir haben die Zeit so gut es ging zum Kennenlernen genutzt, aber es war so wenig Zeit und ich kenn jetzt nur so wenig von dir, sodass das Bild, welches ich von dir habe, noch so undeutlich geblieben ist und so wenig Details aufweist. Die ganzen unscharfen Flächen zu füllen wird über die Distanz eine sehr schwere Aufgabe sein. Dein liebes Gesicht habe ich ausgiebig studiert und mir so gut es geht eingeprägt, aber hinter deine Stirn kann ich nicht schauen. Was da so abgeht, wie du so tickst, das werde ich nicht selbst erleben können und vielleicht ist das grobe Bild, dass ich mit den wenigen Informationen, die ich von dir habe, zeichne schon in den Ansätzen falsch.

Auch du hast nicht viel von mir kennen gelernt und im Rausch der Gefühle auch kein objektives Auge dafür gehabt. Und doch…

Es ist was da zwischen uns, sofort gewesen, ein Funken, ein Bauchgefühl, eine Intuition und das ist alles was wir haben und worauf wir setzen können, wenn diese Freundschaft sich entwickeln soll. Soll sie? Dann packen wir es mal an!

Ich habe mir auf Google Earth angeschaut wo du wohnst und lebst, man sieht ja nichts genaues, die Bilder sind unscharf, aber es sieht aus, als wären es mehrere Gebäude, die zu dieser Adresse gehören. Ich hatte die Idee, es könnte dein Elternhaus sein? Du hast deine Eltern noch hast du mir erzählt, aber hast du auch Geschwister? Und wer kümmert sich um deine Angelegenheiten und auch um dein Pferd, während du ja schon recht lange fort bist von daheim? Ich habe viel zu wenig gefragt, das liegt daran, dass ich immer selber so viel quassele, entschuldige bitte. Deine Arbeit ist in München, habe ich das richtig verstanden? Ich habe nicht genau verstanden was du arbeitest, es wär gut, wenn du es mir nochmal erklären würdest. Was ich verstanden habe ist, dass du nach dem Ausheilen deiner Verletzung quasi einen Neustart in der Firma beginnen wirst nach den Differenzen wegen des neuen Chefs und deinem Beinahe- Ausstieg.

Du hast gemerkt, dass ich oft nachgefragt habe, weil ich dich nicht verstanden hatte. Ist dir das nicht auf den Keks gegangen? Eigentlich hör ich gut, ich könnte es auf die ungewohnte Sprache schieben, aber ich denke, es liegt daran, dass du sehr leise sprichst und nicht deutlich genug. Erleben dich andere auch so  oder ist es so, dass du dort wo du daheim und gut vertraut bist, deutlicher und lauter sprichst? Oder vielleicht hör ich doch nicht so gut?

Du hast gesagt, du wärst schüchtern, hast du das auch so gemeint? Der kleine Chakotey war sehr schüchtern, aber darüber reden wir lieber erst ein andernmal. Der große Chakotey hingegen kam mir zwar durchaus zurückhaltend, aber nicht schüchtern vor. Die Krux mit den Schüchternen ist, dass sie meistens mit aller Kraft versuchen zu verbergen, dass sie schüchtern sind und deswegen manchmal recht arrogant und sogar abweisend rüberkommen. Den Eindruck hatte ich nun wirklich nicht von dir.

Wenn unsere Attraktion füreinander anhalten sollte, dann werde ich nach Wegen suchen, dich wiederzusehen. Das ist sicher nicht so einfach, aber nicht von vornherein aussichtslos. Werden wir bis dahin mit einer altmodischen Brieffreundschaft, gerne auch über Email, wenn du sie empfangen kannst, begleitet von gelegentlichen Telefonaten zurechtkommen? Versuchen? Willst du? Ich will!

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Email ist klasse, ich schreibe gerne und ich hoffe, dass es dir nicht schnell zu viel wird!?!?
Kannst du mails denn zur Zeit in Oberammergau auf dem Notebook abrufen oder nur auf dem kleinen Bildschirm des Telefons?
Bevor ich dir also einen Roman tippe, würde ich das gerne wissen, es wird sonst mühselig für dich.
Ich habe auf deine Rückmeldung gewartet, aber ich bin so groggy und morgen ist wieder um 5 die Nacht zu Ende, das ich jetzt nicht mehr warten mag und auch nicht mehr telefonieren, bitte sei nicht traurig.
Ich hab nach dem Lauf gegessen, geduscht und jetzt fallen mir die Augen zu.
Du Lieber, ich hoffe, du hattest Freude an meinem Brief, ich hatte auf jeden Fall Freude, als ich ihn schrieb und ich wollte dir Post schicken, damit du etwas von mir zum in der Hand halten hast.
Leben heißt verändern, verändern ist leben- deine Worte, und sie gefallen mir. Ich arbeite damit :-)
Gute Nacht, mein Wunderschöner

Deine Kathleen  

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Janeway an Seven

Nach Hause kommen war schön, aber wegfahren war sehr schwer. So liebe Menschen habe ich dort getroffen, ich kann jetzt noch nicht glauben, dass es vom ersten Tag an so gut gelaufen ist mit uns.

Jetzt sind im Garten die Kirschen reif und die Himbeeren und Johannisbeeren und ich hab heute angefangen zu ernten und werd Marmelade machen und mein Hund ist wieder daheim und überhaupt ist hier auch alles schön. Morgen wird mein Jüngster 19 und ich hätte es vor lauter Seligkeit in Bayern fast vergessen.
Morgen muss ich aber auch wieder in die Arbeit, bis Sonntag muss ich durch, aber ich freu mich auch auf die Kollegen. Heute war Yoga und Singen und es ist doch auch schön, diese Gemeinschaften alle zu haben, man kann eben nicht alles haben im Leben.
Erinnerst du dich an Chakotey? Mit ihm habe ich die beiden letzten Tage hauptsächlich verbracht und er ist mir mitten ins Herz gewachsen. Wir haben ein paar Mal geschrieben bis jetzt, es fühlt sich gut an, aber er sollte sich nicht das Herz brechen an mir, das wär nicht gut.
Du, wenn du das ernst gemeint hast, ich soll dich besuchen kommen, dann würde ich das gerne tatsächlich mal tun. Wir beiden haben auf Anhieb gut zusammen gefunden und wenn wir uns ein bisschen Mühe geben, dann können wir Freundinnen werden und bleiben.
Jetzt ist schon spät, ich müsste lang im Bette sein, aber ich bin irgendwie noch wie im Rausch von diesen wunderbaren Tagen. Ich melde mich wieder, okay?

Schreib mir, das wär schön! Alles Liebe

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Meine erste Woche daheim geht zu Ende. Es ist so schön daheim,  aber ich bin immer noch mit einem großen Teil meines Herzens in Bayern unterwegs. Jedesmal, wenn ich dort war, wollte ich gern bleiben und das hat doch was zu bedeuten. Jetzt geht das zweite Kind aus dem Haus, und ich kann nicht aufhören darüber nachzudenken, was wäre wenn?
Wenn ich jetzt nach über 35 Jahren den Plan meiner Jugend wieder aufgreifen würde und fortgehen würde...
Fort von Wohnung, von Freunden, Kollegen, Arbeitsplatz, Eltern, Nachbarn, Dorf und Umland, allem was ich kenne, an das ich so gewöhnt bin, wo ich eigentlich alt werden sollte?
Ich habe eine Einladung, eine aus ganzem Herzen und voller Brust und schräg ist, ich neige dazu, ihr zu folgen.
C. hat mich eingeladen, mein restliches Leben mit ihm zu verbringen. Sag mir, dass ich nicht alle auf dem Christbaum habe! Bitte!!!
Der dicke schüchterne linkische C., von dem man nie weiß, wohin er gerade schaut, er rührt mir ins Herz und es ist nicht Mitleid, was mich peitscht sondern ein flammendes Herz. Ich tick ja wohl nicht ganz sauber!
Es ist der in der Mitte auf dem anhängenden Foto und er hat mein Herz in Oberbayern festgehalten.  Ich weiß nicht was wird, Holland ist in Not und Polen offen und ich aus dem Häuschen. Meinen Schmerzen tut dieser ganze Unfug nicht gut, ich schlafe kaum und bin steif in den Schultern wie eine Eisenbahnschwelle. Ich bin zu alt für so einen Scheiß!
Wie geht es bei dir, du Liebe? Hast du deinen Platz wieder gefunden und kannst dich etwas unabhängiger machen von den Ideen und Machenschaften deiner Tochter? Genieß das Enkelkind, ich würde gern ein Foto von der Kleinen sehen :-)
Ganz liebe Grüße 

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Natürlich telefonieren wir, aber erst nächste Woche, habe Dienst übers WE und dann habe ich nicht genug Zeit und Ruhe für ein ungestörtes Schwätzchen.
Ich mach keine Eskapaden, dafür bin ich viel zu sicherheitsbedacht und ich häng an meinen Gütern und meinem Umfeld und meiner zufriedenen Bequemlichkeit in jeder Beziehung.
Aber wär es nicht toll, einmal im Leben so eine mutig Entscheidung zu treffen und so richtig was zu riskieren? Wir haben nur dieses eine Leben und wenn ich auch nicht das Gefühl habe, etwas zu verpassen, so fühlt es sich doch manchmal alles so überschaubar und überraschungslos an. Wo bleibt denn da die Herausforderung? Das Abenteuer?
C. bietet hier einen Einstieg in ein anderes Leben, welches nicht im fernöstlichen Nepal, dem peruanischen Hochland oder auf den exotischen Molukken, sondern gemäßigt im eigenen Heimatland, nur ein Stück weiter südlich für mich völlig ausreichende Herausforderung bietet. Ich wär nicht gestrandet, wenns mit ihm nichts wird und sei gewiss, das wäre vorher gut zu prüfen. Aber schon übers Prüfen würde hier alles anfangen zu bröckeln, denn schönen Schein aufrecht zu halten, das liegt mir nicht.
Nichts wird hier leichtfertig entschieden!
Montag abend nach dem Schwimmen bin ich frei, dann können wir ungestört tratschen! Freu mich immer noch riesig über deine Bekanntschaft. Lass dich fest drücken

 

19.7.13 22:55


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Der Weltraum, unendliche Weiten

Hey ihr Leute da draußen,

kennt ihr Kathleen Janeway, den Captain des Föderationsraumschiffes Voyager?

Es verschlägt sie mit einer Crew von 400 Männern und Frauen in eine weit abgelgenene Region des unendlichen Weltraums und ihre Aussichten, jemals wieder ihren Heimatplaneten Erde zu erreichen sind gleich null. Dennoch machen sie sich hoffnungsvoll auf den Weg um mit den Erfahrungen, Kontakten und Erlebnissen auf ihrer Reise das Unmögliche zu bewältigen.

Dabei werden sie von ihrem Captain mit starker Hand geführt, einer schönen attraktiven Frau, Wissenschaftlerin natürlich, die mutig ihrer Mannschaft voran geht in jedes Abenteuer, kluge Entscheidungen trifft und die Hoffnung niemals aufgibt, das Ziel zu erreichen. Für sie steht das Wohl der Gemeinschaft stets an erster Stelle, ihre eigenen Bedürfnisse ordnet sie selbstverständlich den Bedürfnissen der Allgemeinheit unter. Sie ist eine loyale  Offizierin der Sternenflotte gegenüber, tatkräftig, humorvoll, stilsicher mit makellosen Manieren. Die Belegschaft des Schiffes respektiert ihre Führung einhellig, sie ist allseits beliebt und eine gute Gesellschafterin.

Und sie hat tolle Haare!

Und ich wär gern wie sie! 

Sagen wir ich wär sie!

Morgen mehr...

Gute Nacht, outer space

 

 

 

 

 

 

Eine Frau, die jeden Tag ihren Mann steht und dennoch ihre weibliche Seite nicht versteckt.

18.7.13 22:34


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